The Origin of "Falling In Quarterly"

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Alles begann mit einer Nachricht von Caro: Ich habe heute noch nichts geschrieben, aber beim Durchlesen meines Texts kam mir die Idee zu einer Kurzgeschichte. Wie das bei Autoren nun mal so ist: Ständig hat unsere Aufmerksamkeitsspanne unter unserer Fantasie zu leiden.

Caro schickte mir ihre Aufzeichnungen, um meine Meinung dazu zu erfahren, und ich war sehr angetan. Wir fügten hier und da ein Detail hinzu und erstellten Verknüpfungen innerhalb der Geschichte … und realisierten plötzlich, dass wir bereits mitten drin waren. Daraufhin entschieden wir, dass wir auch Ernst machen und die Geschichte gleich zusammen schreiben konnten.


Es war ein Experiment. Natürlich hatten wir beide jahre-, fast jahrzehntelange Erfahrung im Schreiben, doch diese bezog sich auf eine einzelne Person, die lediglich im Austausch mit ihrem Computerbildschirm stand – und Computerbildschirme haben nicht die Angewohnheit, zu widersprechen. Im Team zu schreiben war für uns beide etwas vollkommen Neues. Ein Langstreckenläufer, der plötzlich sprinten soll.


Wir sahen es als Herausforderung und stellten uns den Zweifeln (Wie würden wir zusammen Sätze bilden können? Würde es zu Streitigkeiten kommen, wenn wir uns nicht einigen konnten? Wie würden wir mit der Tatsache umgehen, dass wir beide von jeher lieber alleine arbeiteten?) - mit Erfolg. Ein skype-reiches Wochenende, und schon stand der erste Entwurf, der den Arbeitstitel „Koidrache“ erhielt, sowie die Kategorie „Mini-Geschichte“, da merkwürdigerweise kein bekanntes Genres unseren Vorgaben entsprach.


Nun ist ja das Schreiben selbst noch nicht einmal die halbe Miete; das Editieren nimmt mindestens zwei Drittel der Arbeit ein. Wir telefonierten jeden Abend nach der Arbeit, um unsere Mini-Geschichte endlich abzuschließen. Zwischenzeitlich waren wir schon der Meinung, sie sei verflucht, da das aktuelle Dokument immer wieder auf mysteriöse Weise von unseren Festplatten verschwand... (dieser Umstand konnte übrigens bis heute noch nicht geklärt werden).


Etwa zu dieser Zeit entdeckten wir auf der Schreibwerkstatt eine Ausschreibung für eine Weihnachtsgeschichte – unser Ehrgeiz war geweckt und die guten Erfahrungen der Zusammenarbeit bekräftigten ihn.


Als uns klar wurde, dass unser „Koidrache“ – inzwischen hatte er zwar seinen Endtitel gefunden, der Arbeitstitel hatte aber dennoch seinen Weg hinein gefunden – im November spielt, war die Idee geboren, zu jedem Monat eine romantische oder aber dramatische Mini-Geschichte zu schreiben und diese in Form einer Anthologie zu veröffentlichen. Eines führte zum Anderen und rasch ergab sich der Plan, jedem Quartal ein bestimmtes Oberthema zuzuordnen.

Wir begannen, mit Synonymen für 'Vierteljahr' herumzuspielen und mit möglichst wenig kitschigen Ausdrücken der erwiderten oder enttäuschten Liebe – schließlich hatten wir Erfolg: Der Titel „Falling In Quarterly“ war geboren.


Inzwischen sind wir zwar erst bei der zweiten Mini-Geschichte, doch es vergeht kaum eine Woche ohne eine Nachricht von einer von uns: Du, ich hab da 'ne neue Idee...

Es ist offensichtlich: Einfälle haben wir genug – fast mehr, als das Jahr Monate hat...



***



It all began with a text message from Caro: I haven't written a word today, but while reading my text I got an idea for a short story. That's how it is with writers: Our attention span is affected by our imagination all the time.

Caro then sent me her notes asking for my opinion on them, and I approved. We began adding details here and there and linking the plot it inself... and suddenly, we realised that we were in the middle of writing already. So we decided we might as well get down to business and write the whole thing together.


It was an experiment. Certainly, we both had long lasting writing experience but that only referred to corresponding with a screen, and screens hardly disagree. Writing as a team was completely new to us. A long-distance runner who has to do sprints all of a sudden.


However, we saw it as a challenge and stepped up to the doubts (How would we form sentences together? Would we have to face conflicts if we didn't find a compromise? How would the fact that we both preferred working alone affect the whole thing?) - and we succeeded. It just took us a weekend filled with Skype conferences to write the first darft; we named it „Koidrache“ ('Koi Dragon').


Well, the writing itself is not even half of the job; editing the text consumes most of the time. We skyped every evening after work to finish the short story. Meanwhile, we were on the verge of believing it was cursed for the latest version of the text kept mysteriously disappearing from our computers... (this phenomenon still remains unclear).


Around that time there was an announcement on schreibwerkstatt.de ('Writing Factory'), advertising a Christmas short story competition. Our ambition arouse, encouraged by our positive experience of working together.


When we realised that „Koidrache“ – which had been retitled 'Change of Jade' in the meantime – was set in November, the idea for our next, bigger project was born: We would write a romantic or dramatic short story for every month of the year and publish them in an anthology. Shortly after that, we decided to assign a special topic to each quarter of the year.

We started playing around with the word 'quarters' and preferably neutral versions of love – returned and denied likewise. Finally, we succeeded and the title 'Falling In Quartely' was born.


We're only at our second short story by now, but not a week goes by when none of sends a text to the other: Listen, I got another idea...

It's obvious: we don't lack inspiration – we may even have more ideas than twelve...

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